Tennengebirge, Tiroler Köpfe 2322 m

Die heutige DVT ( Dienstag-Vormittag – Tour) führt mich wieder einmal ins Tennengebirge. Um 6.30 wird das Auto am noch leeren Eishöhlenparkplatz geparkt und bei eisigen Morgentemperaturen zittere ich mich mit dem Bike in hohem Tempo die Eishöhlenstrasse nach Werfen hinunter. Zum Aufwärmen radle ich in Richtung Pass Lueg und beim Gasthof Stegenwald darf ich endlich zum Wandern anfangen.

Anfänglich geht es unter der Autobahn und mehreren Viehgattern durch. Autoabgase und der Lärm sind eher unangenehm. Auch der anfänglich feuchte, grausig moosige Wald begeistert nicht wirklich. Aber mit jedem Höhenmeter wird es besser und schließlich taucht man in die herrliche Berglandschaft des Tennengebirges ein. Der Weg windet sich durch einen sehr ursprünglichen Graben aufwärts. Eine kleine Quelle wird natürlich genützt und knapp vor Erreichen des Plateaus überhole ich einen einsamen Wanderer. Weiter geht es in eine liebliche Senke. Hier grasen Schafe und als sie mich sehen stimmen sie ein Begrüßungskonzert an und scharen sich um mich. Leider habe ich keine Zeit mich mit ihnen zu unterhalten, denn die Ordination muss zu Mittag aufgesperrt werden und so geht es zügig weiter.

Das Happischhaus lasse ich links liegen, denn mein Ziel sind, in guter Erinnerung an meine Karwendler, die Tiroler Köpfe. Und am Weg dahin finde ich sie wieder, diese unglaubliche Stille die man hier oben erleben darf. Zuerst denkt man, die Ohren hätten ein Problem, so ungewöhnlich ist die absolute Ruhe. Doch bald genießt man dies und wandelt, allerdings nicht so leichtfüßig wie sonst gewohnt, dahin. Am Tirolerkopf wird nach 2 ½ Stunden einmal gejausnet bevor die Uhr mich wieder antreibt. Über herrliche Karstformen geht es zügig in Richtung Süden und ohne Schwierigkeiten den leichten, versicherten Steig zur Eisriesenwelt hinunter. Hier ist es allerdings vorbei mit der Ruhe. Schaulustige aller Nationen schnaufen hier dem Höhlenportal entgegen. Ich konzentriere mich auf die umliegenden Felswände und benutze nicht die Seilbahn, nur so kann man den Trubel ertragen.

Brav wartet mein Auto auf mich und etwas müde geht es an den Arbeitsplatz.

Was gibt es schöneres, also so den Tag zu beginnen.

Walter

Tourendatum: 23.8.2016