Marokko Klubreise

Teilnehmer: Wolfgang E., Wolfgang SCH., Robert W., Georg und Irmi U.,  Georg R., Franz K., Peter K., Heinz B., Martin B., Andi P.

Vorweg Dank an Wolfi E. und Robert W. für die super Planung, Organisation und Reiseleitung vor Ort – es ist nicht immer leicht 11 Meinungen und Wünsche unter einen Hut zu Bringen.
1. Tag – Flug München Agadir und Anreise nach Marrakesch.
Nach der Landung in Agadir sofort Organisation der Mietautos und ab auf die Landstraße (N 8) nach Marrakesch, kurze Zwischenstopps zur Verpflegungsaufnahme und ein Abendessen. Wir können keinen geeigneten Zeltplatz finden und nächtigen daher im Zelt neben der Straße irgendwo knapp vor Marrakesch.
2. Tag – von unserem Zeltplatz ins nächste Dorf – Frühstücken und dann nach Marrakesch – erste Erfahrungen mit den marokkanischen Verkehrsregeln – Verpflegungseinkauf (vor allem Gas) in einem Supersupermarkt. Dann zum Campingplatz. Mittels Taxi in die Stadt und Besichtigung von Marrakesch – Abendessen am Platz der „Gehängten“ und mit dem Taxi zurück zum Campingplatz.
3. Tag – ab in die Berge. Wir fahren von Marrakesch Richtung Süden, Besichtigen in Asni eine Landwirtschaft in der die Frauen noch ganz traditionell das bekannte, alles Heilende und Faltenglättende Arganöl herstellen (und verkaufen). In Imlil über Schotterstraße bis zum letzten Ort Aroumd, wo wir bei Omar El Kadi Bolamoil bestens versorgt und untergebracht werden.
4. Tag – Verladung des Materials auf die Mulis und Anmarsch in Richtung Neltner Hütte. In einer Seehöhe von 3.100 m (knapp vor der Neltner Hütte) finden wir einen super Zeltplatz, errichten unsere Zelte und richten und häuslich ein. Wir werden täglich mit frischem Wasser und Brot versorgt.
5. bis 8. Tag – Schitouren in bestem „Afrikafirn“, wenn da nicht die Herrn gewesen wären, die nicht schlafen können – die Schitour auf den Djebel Toubkal (4.167 m) starten wir schon um 08.00 Uhr, es war noch pickelhart und aufgrund der leichten Bewölkung konnte die Sonne auch nicht so richtig auf die Schneedecke einwirken. Harscheisen oder Schi tragen war angesagt. Trotzdem konnten einige noch auf den Westgipfel (4.010 m) aufsteigen. Die Abfahrt war dann ganz in Ordnung – Peter ging kurz vor dem Zeltplatz noch schnell baden…
6. Tag – den Abmarsch um eine Stunde verschoben und siehe da es war ein „Hammer“; wir stiegen an der Neltner Hütte vorbei zum Ras N`Ouanoukrin (4.083 m) auf und nach kurzer Fellabfahrt nochmaliger Aufstieg auf den Timesguida (4.089 m) anschließend Abfahrt über steile Rinne in super Firn bis fast zu den Zelten.
7. Tag – Schitour auf den Akioud (Nordgipfel 4.030 m) und nochmals eine super Abfahrt bis vor die „Haustür“.
8. Tag – Georg R, Franz K, Irmi U und Robert W. holten sich noch einen 4tausender während die Anderen die Zelte abbauten, das Material verstauten und den Müll entsorgten. Pünktlich waren die bestellten Mulis vor Ort und trugen unser Zeug ins Tal, wir stiegen ebenfalls ab, genossen nach längerer Zeit wieder eine warme Dusche bei Omar, besuchten noch dessen Wohnhaus im Ort, tranken Tee und genossen das Abendessen.
9. Tag – über Marrakesch (Einkaufen im Metro) fuhren wir nach Demnate, sahen uns dort versteinerte Dinosaurierfußabdrücke und eine Sinterbrücke (natürliche Brücke, Imi-n-Ifri) an – fanden einen tollen Zeltplatz und vernichteten trotz Nieselregens bis spät in die Nacht die Biervorräte.
10. Tag – Fahrt nach Quarzazate. Durch wunderschöne Landschaften, Flusstäler und über einen Pass (Tizi-n-Outfi 2.150 m) verlassen wir das Atlas Gebirge in Richtung Süden. Kurzer Abstecher nach Skoura und Besichtigung der Kasbah Amahidil bevor wir uns am Dach der Campingplatzrezeption in Quarzazate die Sterne ansehen.
11. Tag – Fahrt nach Mhamid. Vorerst noch schnell Besichtigung von Ait-Ben-Haddon eine restaurierte alte Siedlung. Mitten in der Pampa (nur Steine weit und breit) steht ein Wegweiser mit der Aufschrift „Cascade“ was soviel bedeutet wie „da könnte es eventuell zu einem Wasserfall gehen“ also nix wie hin zum „Tizgui Wasserfall“, beeindruckend wie mitten in der Steinwüste in einem kleinen schmalen Tal ein ebenso kleiner, feiner Wasserfall entstehen kann. Nach kurzem Badeaufenthalt geht es über „beste“ Schotterstraßen (für die Bergfahrradfahrer unter uns schon fast ein Singeltrail) zurück nach Agdz auf die N 9 und somit auf Asphalt weiter. An Oasen mit Dattelpalmen vorbei nach Süden in die Wüste. In Mhamid empfängt uns ein Sandsturm, wir finden – trotz der Hilfe von zwei freundlichen Einheimischen – einen netten Zeltplatz. In Mhamid endet nicht nur die Asphaltstraße sondern auch die Welt – ab nun nur noch Sand so weit das Auge reicht.
12. Tag – Kurs West, durch die Wüste bis nach Tata. So nun beginnt für mich ein neuer Abschnitt – war als einziger Fahrer noch nie mit einem Fahrzeug im Sand und habe das nach nicht ganz zwei Kilometer eindrucksvoll gezeigt, indem ich die Karre bis zur Bodenplatte im feinen Sand versenkt habe – Georg U. konnte uns aber herausziehen und so gings flugs weiter zu den Dünen, wo wir eine zu Fuß bestiegen. Durch Erg el M´hazil und an Madaouer Srhir vorbei, mal im Sand mal im Schotter durch eine „Salzpfanne“ nach Foum-Zguid. Nun auf Asphalt bis zu einem Zeltplatz in der Nähe von Tata.
13. Tag – Fahrt über Igherm, Tafraoute und Tiznit an den Atlantik (ca. 30 km nördlich von Mirlaft). Dort haben wir eine nette Unterkunft entdeckt in der wir noch zwei Tage blieben, schwimmen im Atlantik und Strandspaziergänge prägen den Tagesablauf
14. Tag – Aufenthalt am Atlantik
15. Tag – Fahrt nach Agadir, Rückgabe der Mietautos, ein Teil der Gruppe bleibt beim Gepäck am Flughafen, der Rest geht noch schnell in Agadir an den Strand. Unser Flug verspätete sich um ca. 13 Stunden (Aschewolke) und wir kamen dann erst am 21.04.2010, gegen 07.00 Uhr in München an und traten die Heimreise nach Tirol an.

PRINZ Andi

Tourendatum: 6.4. – 20.4.2010